Das Projekt
Im HOF_29, einem historischen Gebäude aus dem 19. Jahrhundert, das einst eine Klöppelei und Stickerei beherbergte, wurde durch eine umfassende Generalsanierung das architektonische und kulturelle Erbe neu belebt. Ziel war es, verborgene Potenziale zu entfalten und die Geschichte des Ortes sichtbar zu machen. Der Bestand mit seinem charakteristischen Satteldach und der Spitzgaube blieb erhalten und wurde sorgfältig restauriert. Die Wiederherstellung des ursprünglichen Erdgeschosses durch den Rückbau einer Garage trägt zur räumlichen Klarheit und zur Wahrung der identitätsstiftenden Gliederung des Gebäudes bei.
Innovationen
Eine maßvolle Nachverdichtung in moderner Holzbauweise ermöglichte die Schaffung zusätzlicher Innen- und Außenräume. Dabei wurde auf eine klare Architektursprache geachtet, die zeitgenössische Holzarchitektur mit dem historischen Mauerwerk in Einklang bringt. Ursprüngliche Elemente wie Dachziegel, Fenster, Fensterläden und Eingangstüren wurden bewahrt und wiederverwendet, während Sandsteingewände freigelegt wurden, um den ursprünglichen Charakter des Gebäudes zu unterstreichen. Die Baustoffwahl erfolgte nach ökologischen Kriterien: Natürliche Materialien wie Holz und Lehmputze verbessern das Raumklima und tragen zu einer gesunden Wohnumgebung bei.
Ergebnis
Entstanden ist ein zukunftsfähiger Ort zum Wohnen und Arbeiten, der in besonderer Weise Tradition und moderne Nutzung vereint. Der HOF_29 steht exemplarisch für ein verantwortungsvolles Sanierungskonzept, das denkmalpflegerische Sensibilität mit zeitgemäßer Architektur verbindet.